Mühlbachquellhöhle

Wer hätte gedacht, dass es im Altmühltal Wasserfälle und spektakuläre Schluchten gibt, die noch kein Mensch gesehen hat?
Einzig die Höhlenforschung kann in einer schon lange besiedelten Kulturlandschaft wie dem Altmühltal noch unbetretenes Neuland entdecken.
Das Altmühltal bietet mit seinen Kalkschichten hervorragende Bedingungen für die Höhlenbildung. Vor etwa 150 Millionen Jahren wurden die Kalkschichten des Malm im Jurameer abgelagert. Durch Bewegungen in der Erdkruste entstanden in den Kalktafeln Risse, an denen die Höhlenbildung ansetzen konnte. Durch chemische Kalklösung (Korrosion) und zum geringeren Teil auch durch mechanische Abtragungen (Erosion) wurden diese Risse erweitert, so dass sich schließlich ein Netzwerk von Höhlengängen bilden konnte. Diese Höhlengänge sind während ihrer Bildung vom Wasser durchflossen. Durch weitere Hebung der Kalkschichten bzw. durch die langsame Eintiefung von Tälern fallen sie allmählich trocken und treten in das Verfallsstadium ein. Übrig bleiben dann kleinere Höhlenreste, die über die Felswände hoch über dem Tal und in den Erhebungen der Hochfläche zugänglich sind.
Bisher waren im Altmühltal und auch in der Frankenalb insgesamt fast ausschließlich diese hochgelegenen Höhlen bekannt. Über das tiefliegende Entwässerungsnetz, auf das die zahlreichen starken Karstquellen hindeuten, konnte man nur spekulieren. Die Mühlbachquellhöhle bietet nun erstmals den Zugang in die weitverzweigten unterirdischen Wasserwege.
Der Zugang zur Höhle ist für die Öffentlichkeit verschlossen und nur für ausgerüstete erfahrene Spezialisten zugänglich. Erschlossen wurde die Höhle von der Karstgruppe Mühlbach.







