Feiern Sie mit uns das große Stadtjubiläum!


Seit 600 Jahren wird Dietfurt als Stadt bezeichnet. Dazu lädt die Stadt Dietfurt mit einer Festwoche vom 02. bis 10. Juli 2016 zum Mitfeiern ein. Außerdem gibt es in jedem Monat Aktionstage bzw. - veranstaltungen. Wann wurde Dietfurt vom Markt zur Stadt erhoben?

Eine Zusammenfassung wichtiger Unterlagen durch Heimatpfleger Franz Kerschensteiner finden Sie im Folgenden: 

Es gibt keine offizielle Stadterhebung, keine Urkunde, kein Datum. Wir wissen nur, dass es um 1413 bis 1416 passiert sein muss.

 Was spricht für 1416?

Vor allem die Notiz des berühmtesten Dietfurter Stadtschreibers Gitzer im Salbuch von 1787, in dem er alle damals noch existierenden Urkunden abgeschrieben hat.

Jetzt in chronologischer Reihenfolge:

Am 4. Dezember 1413 wird Dietfurt erstmals als Stadt bezeichnet

Der Dietfurter Mittelmesser wird Hofkaplan
Herzog Johann von Bayern ernennt den Mittelmesser „Ulrich den Geudner“ von Dietfurt (zusammen mit Pfarrer Friedrich von Zell und dem Pfarrer Friedrich von Jachenhausen) zu seinem Hofkaplan. In der Urkunde wird Dietfurt erstmals als Stadt bezeichnet. (Schreiben Staatsarchiv Amberg vom 14. 11. 1957)

Text der Urkunde:

Wir Johannes von gottes genaden pfallenzgrav pei Rein und herzog von Baiern etc" bekennen offenleich mit deme brief, daz wir zu caplanen und in unser besunder genad genommen haben und nemben mit kraft dez briefs Ulrichen den Geudner, mittelmesser zu Dietfurt, Friederichen, pfarrer zu Zell, und Friederichen, pfarrer zu Hausen, … und gepieten vertiglich allen unsern amptlaiten, vizdumben, pflegern, richtern, schergen, und sunderlichen unserm pfleger und richter zu Dietfurt, die ietzund da sein oder fürbas da werden, und allen andern amptläuten, wo di all genannt seind, daz si di allgenand Ulrichen Geudner, mittelmesser, Friederichen, pfarrer zu Zell, Friederichen, pfarrer zu Hausen, und di nach in werden, pei unsern obgeschriben genaden halden und schirmen, und niemand gestatten, das in oder allen, di nach in werden an ir statt, daran welaidigen oder beswern wolen, im leben oder nach dem leben, in kain wais, pei unseren hulden und genaden; darumb von der wirdigen freihung wegen sullen di egenand priester und alle di, die nach in an ir statt komen, singen Vigili an sand Dionisen abend, und an dem tag darnach sullen di egenand priester und unser caplane ieder selbdritt sein und drei mess vollbringen und darzu mit ainer gedachtnuss offenlich, iarlich und ewicklich in unser statt zu Dietfurt. Dez zu urkund geben wir in den brief mit unsers vizdumbsambtes anhangenden insigel. Der brief ist geben an sand Barbara tag, der heiligen iunkfrauen, da man zallt nach Kristi gepurt vierzehn hundert und im dreizehnten iare. 

Am 2. Oktober 1415 aber wird Dietfurt wieder als Markt bezeichnet

Konfirmation der Samstagsmesse in der Gilgenkirche am 2. Oktober 1415

Der Confirmationsbrief, der zugleich Stiftungsbrief ist, befindet sich im Salbuch von Dietfurt aus dem Jahr 1787. Er wurde nach dem Tode des Bischofs Friedrich IV. durch die beiden Administratoren des Bistums ausgestellt: Friedrich von Frauenberg, Dekan in Freising und Johannes Ambundii, Dr. Theol.

Am 22. April 1416 wird Dietfurt wieder als Stadt bezeichnet und von da ab immer. Brief mit der berühmten Randbemerkung Gitzers!

Änderung bei der Samstagsmessenstiftung in der Gilgenkirche am 22. April 1416

Am Sonntag vor Mittefasten überlässt Ulrich Geudner, Mittelmesser, mit Zustimmung der Gemeinde dem Marquart zu Alnhausen und Adlheid seinem Eheweib das dort zur Mittelmesse gehörige Gut zu einem rechten Erbe, …

Die oben erwähnte Randbemerkung Dietfurter Stadtschreibers Gitzers im Salbuch 1787 fol 255 zum Stiftungsbrief vom 22. April 1416:

„Nota:

Bey Gelegenheit dieser Vortragung der Briefe hat sich aufgedeckt, dass in obstehend 1416. Jahr die Stadt Dietfurt zu einer Stadt aus einem Markt umgeschaffen worden, so dann auch um so zuverlässiger ist, als vorstehender Brief vom Jahr 1415 Dietfurt noch einen Markt benamset.“

Dietfurt ist Stadt: Ackerverkauf beim Galgen am 1. September 1416 

Friedrich Semler von Kevenhüll und sein Eheweib verkaufen dem Hans Lederer von Dietfurt einen Acker bei dem Galgen von Dietfurt, Geracker genannt. Beim Verkauf wurde festgelegt, dass der Käufer alle Jahre 45 Pfennig dem Pfarrer zu Kottingwörth für einen Jahrtag geben muss. Gegeben am Tag des hl. Ägidius 1416. (Salbuch von 1787 fol 256) 

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