Drei Jugendliche aus Dietfurt in China

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Dank des Chinesenfaschings sind in letzter Zeit besondere Verbindungen zwischen Dietfurt als Bayrisch China und der Volksrepublik China entstanden. So haben schon einige Male offizielle Vertreter vom Konsulat in München und der Botschaft in Berlin der 7-Täler-Stadt Besuche abgestattet. Ebenso war das Konfuzius-Institut München, das sich besonders für den kulturellen Bereich einsetzt, schon in Dietfurt. Von ihm wurde über die Stadt eine Einladung an Jugendliche zur Teilnahme am Jugendcamp in Schanghai und Hefei ausgesprochen.

Mehrere Jugendliche zeigten dafür Interesse, sagten dann aber wegen der Vorkommnisse in Japan ab, wofür man Verständnis haben muss. Die eingangs genannten Jonas Meier, Laura Walter und Pia Werner ließen sich aber nicht entmutigen und bewarben sich für das Camp. Sie waren überrascht, in den Kreis der Teilnehmer aufgenommen worden zu sein, nachdem sich dafür aus ganz Deutschland so viele Interessierte angemeldet hatten, dass eine Auslosung durchgeführt werden musste.

Als das Konfuzius-Institut die drei 14-Jährigen ausgewählt hatte, wurden sie mit den Eltern zu einem Vorbereitungsgespräch eingeladen. Dort erhielten sie Tipps für die Reise und Hilfen zur Beantragung der Visa.

Chinesisch lernen und Sightseeing

Am 2. August begann das große Unternehmen. Mit dem Zug fuhren Laura, Pia und Jonas zunächst nach München, wo sie sich mit weiteren Teilnehmern trafen, um dann mit deutschen Begleitern nach Frankfurt weiter zu reisen. Dort kamen Jugendliche aus Baden Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hinzu. Gemeinsam flog man mit der Air China nach Schanghai. Dort ist die 68-Köpfige Gruppe nach 12 Stunden eingetroffen, herzlich empfangen und zur Togji-Universität gebracht worden, wo sie die ersten vier Tage wohnten. Abends gab es einen offiziellen Empfang mit Begrüßungsessen.

Im Programm der folgenden Tage stand in den Vormittagsstunden Chinesisch. Hier konnten die Jugendlichen Grundkenntnisse dieser Sprache lernen. Am Nachmittag wurden Museen und andere Sehenswürdigkeiten besichtigt und auch das Shanghai Oriental Radio & TV Tower bestiegen. Im Abendprogramm gab es z.B. eine Bootsfahrt auf dem Huangpu-Fluss und Multimediaschau.

Am fünften Tag folgte eine sechsstündige Busfahrt nach Hefei, wo die Camp-Teilnehmer ein Hotel bezogen. Der Chinesisch-Kurs wurde in den Räumen der Mittelschule der Universität Hefei weiter geführt. Zudem gab es auch hier ein interessantes Programm, das mit „Eintauchen in das kulturelle Leben von Hefei“ überschrieben war. Dazu gehörten Kalligrafie, Malerei, Scherenschnitt und Töpfern, Sport, Tanz, Oper und Exkursionen und auch der Besuch des Weltkulturerbes Hongcun – Wohnhäuser der Ming- und Qing-Dynastie.

Für Jonas, Pia und Laura sind die 14 Tage viel zu schnell vergangen. Auf die Frage, was sie am meisten beeindruckt hat sagten sie, „es gab so viele Highlights, dass man gar nicht weiß, mit was man zu erzählen anfangen soll“. In ihrer Rückblende wiesen die Drei darauf hin, dass sie auf rotem Teppich wie Staatsgästen empfangen und ständig von Fernsehkameras begleitet wurden. Sie loben die hervorragende Unterbringung und Verpflegung, auch wenn manches Essen gewöhnungsbedürftig war. „Wir haben nur mit Stäbchen gegessen!“ Ungewohnt war für sie die Tatsache, dass in China Kinder ohne weiteres Zigaretten und Alkohol erwerben können.

„Wenn wir noch einmal die Möglichkeit hätten, wir würden sofort und gerne noch einmal an einem Camp in China teilnehmen und möchten andere ermuntern, dies zu versuchen.“

zum Konfuzius-Institut München

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